Feuerwehr Gehalt

Feuerwehr Gehalt

Viele junge Männer wollen den Beruf des Feuerwehrmannes ergreifen und auch Frauen stellen bereits rund 10% der Feuerwehrleute in Ausbildung, doch wie viel verdient man überhaupt bei der Feuerwehr. Wie hoch ist das Feuerwehr Gehalt, mit was für einem Verdienst kann man bei der Feuerwehr rechnen. Bricht man es auf eine einfache Antwort herunter, bekommt man während der Ausbildung ein Gehalt von rund 1000 Euro und kann nach absolvierter Ausbildung bei der Feuerwehr auch zwischen 2000 und 3000 Euro dort verdienen. Doch die Wirklichkeit ist natürlich in Sachen „Gehalt Feuerwehr“ etwas komplexer, weil es darauf ankommt, welchen Ausbildungsgang man wählt und in welchem Bundesland man was bei der Feuerwehr macht. 

Wie viel verdient man bei der Feuerwehr in der Ausbildung?

Bei den Berufsfeuerwehren kann man eine Ausbildung zum Feuerwehrmann durchlaufen, die einen in das Beamtenverhältnis bringt. Der Ausbildungsberuf in der ersten Stufe wird formal gar nicht Feuerwehrmann oder Feuerwehrfrau genannt, sondern „Brandmeister“, bzw. „Brandmeisterin“. Der Einfachheit halber wird hier stellvertretend für alle Geschlechter die männliche Form genutzt.

Vergütung in der Ausbildung zum Brandmeister („Feuerwehrmann“)

Wer sich zum Brandmeister ausbilden lässt, erhält von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich hohe Bezüge, die sich aber ähneln. In Köln (NRW) erhält man während der Ausbildung sogenannte Anwärterbezüge in Höhe von 1.299 Euro brutto. Allerdings sollte man berücksichtigen, dass dazu ein Anwärtersonderzuschlag von ca. 1.169 Euro kommt. Vom ausgezahlten Nettoeinkommen müssen allerdings noch Beiträge zur privaten Krankenversicherung beglichen werden. Saldiert kann man also bereits in der Ausbildung zum Feuerwehrmann von dem Gehalt leben. Im Regelfall muss man jedoch bei Ausbildungsbeginn zum Brandmeister (Feuerwehrmann) bereits eine abgeschlossene andere Berufsausbildung vorweisen können, z.B. als Notfallsanitäter oder Rettungsassistent. In NRW dauert die Ausbildung zum Brandmeister dann 18 Monate, in denen man die o.a. Anwärterbezüge erhält.

Ausbildungsvergütung Feuerwehr nach Bundesländern und Städten (Stand 7.2020)
  • NRW (Köln): 1.299 Euro (+1.169 Euro Sonderzuschlag)
  • Bayern (Nürnberg): Entweder Ausbildungsvergütung (1018 Euro im ersten Jahr) oder Anwärterbezüge (1.309 Euro) + Sonderzuschlag
  • Baden-Württemberg: 1292 Euro Anwärterbezüge
  • Berlin: 1236 Euro Anwärterbezüge
  • Brandenburg: 1318 Euro Anwärterbezüge
  • Bremen: 1233 Euro Anwärterbezüge
  • Hamburg: 1268 Euro Anwärterbezüge
  • Hessen: 1049 Euro Anwärterbezüge
  • Mecklenburg-Vorpommern: 1239 Euro Anwärterbezüge
  • Niedersachsen: 1159 Euro Anwärterbezüge
  • Rheinland-Pfalz: 1246 Euro Anwärterbezüge
  • Saarland: 1173 Euro Anwärterbezüge
  • Sachsen: 1204 Euro Anwärterbezüge
  • Sachsen-Anhalt: 1258 Euro Anwärterbezüge
  • Schleswig-Holstein: 1254 Euro Anwärterbezüge
  • Thüringen: 1264 Euro Anwärterbezüge
  • Bund: 1268 Euro Anwärterbezüge

Anmerkung: Alle Bundesländer zahlen im feuerwehrtechnischen Dienst für die Anwärter einen Sonderzuschlag, der sich zumeist aus einer Sondervergütung in Höhe von rund 80% der normalen Anwärtervergütung zusammensetzt und den besonderen Anforderungen im Feuerwehrdienst Rechnung trägt.



Gehalt bei der Feuerwehr nach der Ausbildung

Wer eine Ausbildung bei der Feuerwehr gemacht hat, kann mit der Ausbildung – auch je nach Vorbildung – verschiedene Berufsbilder bei der Feuerwehr anstreben, die unterschiedlich hoch dotiert werden, teilweise muss man dazu einen Bachelor oder Master gemacht haben, aber die Gehaltsaussichten sind so unlukrativ nicht, so erhält z.B. ein:

  • Brandoberinspektor ein Grundgehalt der Stufe A10: 3.101 Euro
  • Brandamtsmann ein Grundgehalt der Stufe A11: 3.943 Euro
  • Brandoberamtsrat ein Grundgehalt der Stufe A13: 5.731 Euro

(Durchschnitts-Familienstände und Erfahrung berücksichtigt)

Es zeigt sich also, dass der Einstieg in den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst und das Durchlaufen einer Ausbildung bei der Feuerwehr lukrative Beschäftigungsmöglichkeiten bietet.

Feuerwehr Gehalt ohne Bachelor und ohne Master

Wer keinen Bachelor und keinen Master macht, sondern „nur“ eine Ausbildung zum Brandmeister, wird meist in den Besoldungsgruppen A7 bis A9 landen und zu Beginn in der Erfahrungsstufe 1 einsortiert werden. 

 

Brandmeister Gehalt in den Bundesländern

Dadurch ergibt sich (Stand 7.2020) ein Feuerwehr-Gehalt in den einzelnen Bundesländern z.B. nach Stufe A7 von:

  • BUND: 2.538 Euro
  • Baden-Württemberg: 2.514 Euro
  • Bayern: 2.603 Euro
  • Berlin: 2.336 Euro
  • Brandenburg: 2.450 Euro
  • Bremen: 2.417 Euro
  • Hamburg: 2.574 Euro
  • Hessen: 2.353 Euro
  • Mecklenburg-Vorpommern: 2.372 Euro
  • Niedersachsen: 2.412 Euro
  • Nordrhein-Westfalen: 2.495 Euro
  • Rheinland-Pfalz: 2.541 Euro
  • Saarland: 2.427 Euro
  • Sachsen:  2.493 Euro
  • Sachsen-Anhalt: 2.442 Euro
  • Schleswig-Holstein: 2.418 Euro
  • Thüringen 2.449 Euro

Zu diesen Bezügen kommt meist eine kleine Feuerwehrzulage im Bereich von 150 bis 200 Euro pro Monat.

Wer sich also fragt: „Wie viel verdient man bei der Feuerwehr“ muss sich also zunächst fragen, in welchem Bundesland das Feuerwehr Gehalt ausgezahlt wird. Während in Berlin und Hessen die Vergütungen eher niedrig sind, wird in Bayern  und Hamburg etwas mehr gezahlt. Bei der Wahl des Standortes sollte man allerdings auch berücksichtigen, dass die Lebenshaltungskosten naturgemäß in Deutschland unterschiedlich sind. In München wird man für eine Mietwohnung deutlich mehr Teile des Gehalts aufwenden müssen als in Eberswalde.

 

Gehalt bei der Feuerwehr solide und steigerungsfähig

Die Gehaltsübersichten zeigen, dass man bereits mit einer einfachen Ausbildung zum Brandmeister (Feuerwehrmann) ein solides Anfangsgehalt erreichen kann, was z.B. im Regelfall deutlich über dem eines Verkäufers im Einzelhandel liegen kann. Wer sich der Mühe unterzieht, auch einen Bachelor- oder Masterabschluss zu erzielen, schafft es auch in noch höhere Bereiche und kann dann leicht auch Viertausend, Fünftausend oder Sechstausend Euro im Monat verdienen.

 

Weiterbildungen steigern das Gehalt bei der Feuerwehr

Wer sich weiterbildet und Zusatzlehrgänge besucht, kann bestimmte Sonderaufgaben bei der Feuerwehr wahrnehmen, was dann zu Steigerungen des Gehalts führt. Dies steht auch „einfachen“ Brandmeistern offen. Vom Brandmeister kann man sich auch zum Oberbrandmeister weiterbilden. Die meisten dieser Weiterbildungen kann man während seiner Berufsausübung durchführen – zumeist an den Feuerwehrschulen eines Bundeslandes in entsprechenden Kursen. 

Der Verdienst bei der Feuerwehr läuft während der Seminare und Weiterbildungen in der Regel weiter, weil die Feuerwehr ein starkes Interesse an gut ausgebildeten Feuerwehrleuten hat.

Wer sich weiterbildet und Spezialkenntnisse an einer Feuerwehrschule erwirbt, kann sich aus der Masse hervorheben und besondere Jobs bei der Feuerwehr wahrnehmen, z.B. auch die Disposition für einen Feuerwehrbereich. Im Geldbeutel schlägt sich dies dann schnell nieder, indem man z.B. 500 Euro im Monat mehr verdient. Die Mühen der Weiterbildung werden also belohnt. 

Zuschläge für Nacht, Wochenende und Feiertage kommen noch hinzu

Feuerwehrleute werden das ganze Jahr rund um die Uhr gebraucht, sodass Feuerwehrleute im Einsatz auch nachts und am Wochenende oder Feiertagen arbeiten müssen. Für solche Arbeiten werden üblicherweise Schichtzuschläge gezahlt, die dann auf die o.a. monatlichen Vergütungen noch dazu addiert werden müssen. 

 

Feuerwehr Gehalt kommt vom sicheren Arbeitgeber

Was man bei der Berufswahl auch berücksichtigen sollte, ist die Sicherheit des Arbeitgebers: Das Feuerwehr Gehalt wird im Regelfall bei den Berufsfeuerwehren vom Bundesland oder dem Staat ausgezahlt, was als absolut sicherer Arbeitgeber gilt. Man wird hier wieder mit Verzögerungen bei der Gehaltsauszahlung oder Insolvenzen rechnen müssen. Während man in der freien Wirtschaft oft nicht sicher sein kann, ob es das Unternehmen, bei dem man arbeitet, in 10 Jahren noch gibt oder eine Insolvenz ein Ende bringt, ist die Feuerwehr ein sicherer Arbeitgeber. Eine Feuerwehr hat man vor 1000 Jahren gebraucht und wird sie voraussichtlich in 1000 Jahren noch brauchen, was man von so manchem Kaufhaus, Einzelhändler oder anderem Arbeitgeber nicht unbedingt mit Sicherheit behaupten kann. Die pünktliche Auszahlung des Feuerwehr Gehalts ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Vermutlich noch etwas sicherer.

 

Durchschnittsgehalt Feuerwehrmann

Die Online-Stellenbörse Stepstone gibt per Mitte 2020 ein Durchschnittsgehalt für Feuerwehrmann/Feuerwehrfrau in Deutschland von 42.800 pro Jahr an – bei einer Bandbreite von 36.100 bis 52.500 Euro im Jahr. 

 

 

Wie viel verdient man bei der Berliner Feuerwehr? - Fazit

Der Spruch „Berlin ist arm, aber sexy“ macht sich auch bei der Berliner Feuerwehr bemerkbar. Im bundesweiten Vergleich verdient man bei der Berliner Feuerwehr mit am wenigsten. Ein Berliner Feuerwehrmann hat einen Verdienst von 2.336 Euro im Monat, während ein gleich ausgebildeter Feuerwehrmann in Bayern 2.603 Euro erhält. (Stand 7.2020)

Wie viel man bei der Feuerwehr verdient, ist also wesentlich vom Standort und der absolvierten Ausbildung und Weiterbildung abhängig. Der Verdienst wird bei absolvierter Ausbildung im Dualen Studium mit Bachelor- und/oder Master-Grad deutlich höher sein als der Feuerwehr Verdienst in einer einfachen Ausbildung zum Brandmeister. Wie hoch das Feuerwehr Gehalt auf der eigenen Abrechnung ist, ist also im Wesentlichen davon abhängig, wie viel man in die Ausbildung bei der Feuerwehr investiert.

  • Aug 23, 2020
  • Kategorie: Magazin
  • Bemerkungen: 0
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